Category Archives: Allgemein

“Scheitern ist bei uns erlaubt”

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Was treibt Betriebe, den Jugendlichen eine Chance zu geben, die sonst keiner haben will?

Für Robert Wagner ist die weite Welt da draußen ein Stück näher gerückt. Täglich verpackt und verschickt der 19-Jährige Klettergurte, Campingkocher und Biwakschlafsäcke. Er ist Auszubildender beim Hamburger Outdoor-Ausstatter Globetrotter. Jetzt hat ihn seine Firma für ein Austauschprogramm vorgeschlagen, bei dem er ein Unternehmen in der spanischen Stadt Valencia kennenlernen soll. »Robert hat sich das verdient«, sagt sein Ausbilder Jawid Sultany. »Seine Noten in der Schule sind gut, seine Fehlzeiten gering, und im Betrieb bringt er seine Ideen ein.« Dass dem aufgeschlossenen jungen Mann einst niemand einen Ausbildungsplatz geben wollte, erscheint kaum mehr vorstellbar.

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Drei Jahre Musterehe

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Musterehe oder Scheinehe? Auch viele deutsch-deutsche Ehen bestehen nur (noch) auf dem Papier. Foto: Andrea Huber

Musterehe oder Scheinehe? Auch viele deutsch-deutsche Ehen bestehen nur (noch) auf dem Papier. Foto: Andrea Huber

Eine Scheinehe – so definiert es die Ausländerbehörde – ist eine Ehe, die geschlossen wird, um einem Menschen aus einem Land, das nicht in der EU liegt, den legalen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Aber führen nicht auch viele deutsche Paare, die schon über Jahre zusammen sind, eigentlich eine Scheinehe? Theaterregisseurin Christina Umpfenbach hat sich in ihrem neuen Stück “Drei Jahre Musterehe” mit dieser Frage auseinander gesetzt. In einer Musterhaussiedlung in Poing bei München hat sie ein Hör-Theaterstück inszeniert, für das sie zahlreiche Paare zum Thema Ehe und Heirat befragt hat – sowohl deutsch-deutsche Ehepaare, als auch binationale Paare. Die Interviews hat sie anschließend von Schauspielern nachsprechen lassen.

Das Stück beginnt schon auf der Fahrt nach Poing. Wer sich das Stück ansehen will, muss zu einem vereinbarten Treffpunkt am Ostbahnhof kommen. Dort wartet ein Bus, der die Zuschauer zur Musterhaussiedlung bringt.

Eine Audio-Collage, die am 26. Januar 2010 im Zündfunk (Bayern 2) lief:


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Ohne Mampf kein Kampf

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Gut 50.000 Demonstranten werden zum Castorprotest im Wendland erwartet – ziemlich viele hungrige Mägen. Doch die Protestküchen sind gut vorbereitet.

Schwerter zu Kochlöffeln: Prostestkoch Wam Kat (rechts) und sein Mitstreiter Rijn im Camp X-tausend-mal-quer im Wendland – bevor das große Kochen anfing Foto: Timo Vogt / randbild

Schwerter zu Kochlöffeln: Prostestkoch Wam Kat (rechts) und sein Mitstreiter Rijn im Camp X-tausend-mal-quer im Wendland – bevor das große Kochen anfing Foto: Timo Vogt / randbild

Kartoffelpüree mit gebackenem Fenchel und Salat ist Wam Kats “Wendland Spezial”. “Wenn du das gegessen hast”, sagt der Protestkoch, “dann bist du so satt, dass du nie wieder aufstehen willst.” Der Holländer kocht für das Kollektiv Rampenplan im X-tausendmal-quer-Camp in Gedelitz, wenige Kilometer vom Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll entfernt. Dort also, wo vor allem die Sitzblockierer übernachten werden. Seine Gerichte sollen die Demonstranten lang anhaltend sättigen, sie sollen lange durchhalten können.

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