
Musterehe oder Scheinehe? Auch viele deutsch-deutsche Ehen bestehen nur (noch) auf dem Papier. Foto: Andrea Huber
Eine Scheinehe – so definiert es die Ausländerbehörde – ist eine Ehe, die geschlossen wird, um einem Menschen aus einem Land, das nicht in der EU liegt, den legalen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Aber führen nicht auch viele deutsche Paare, die schon über Jahre zusammen sind, eigentlich eine Scheinehe? Theaterregisseurin Christina Umpfenbach hat sich in ihrem neuen Stück “Drei Jahre Musterehe” mit dieser Frage auseinander gesetzt. In einer Musterhaussiedlung in Poing bei München hat sie ein Hör-Theaterstück inszeniert, für das sie zahlreiche Paare zum Thema Ehe und Heirat befragt hat – sowohl deutsch-deutsche Ehepaare, als auch binationale Paare. Die Interviews hat sie anschließend von Schauspielern nachsprechen lassen.
Das Stück beginnt schon auf der Fahrt nach Poing. Wer sich das Stück ansehen will, muss zu einem vereinbarten Treffpunkt am Ostbahnhof kommen. Dort wartet ein Bus, der die Zuschauer zur Musterhaussiedlung bringt.
Eine Audio-Collage, die am 26. Januar 2010 im Zündfunk (Bayern 2) lief:
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