Ein palästinensisches Dorf im Westjordanland ist zum Symbol des friedlichen Protests gegen die israelische Besatzung geworden. Seit fünf Jahren demonstrieren dort Palästinenser, linke Israelis und internationale Friedensaktivisten gegen den Sperrzaun.

Familie Abu Rahmah wird zum Tod ihres Sohnes Bassem interviewt. Im Hintergrund ein überlebensgroßes Bild des Verstorbenen.
Mit ernsten Gesichtern blichen sie in die Kamera: Vater und Mutter Abu Rahmah, dazu ein Verwandter im Rollstuhl und ein paar Enkelkinder. Der Jüngste schwenkt eine palästinensische Fahne. Gleich wird sie der Korrespondent des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera zum Tod ihres Sohnes befragen. Seit der damals 31-jährige Bassem Abu Rahmah vor knapp einem Jahr bei einer Demonstration gegen den israelischen Sperrzaun nahe des palästinensischen Dorfs Bil’in starb, hat die Familie wieder und wieder die gleichen Fragen beantwortet. Stolz sei sie auf ihren Sohn, sagt die 51-jährige Mutter. „Er ist jetzt ein Held.“ Ebenso wie Bassem Abu Rahmah ist auch das Dorf Bil’in im Westjordanland zum Symbol des weitgehend friedlichen palästinensischen Widerstands gegen die israelische Besatzung geworden.
