Tag Archives: Haredim

Ein Jude, aber kein Zionist

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Israel Meir Hirsch kämpft mit einer ultra-orthodoxen Partei gegen den Staat Israel

Klingelschild am Eingang zu Israel Meir Hirschs Wohnung in Mea Shearim

Klingelschild am Eingang zu Israel Meir Hirschs Wohnung in Mea Shearim

Israel Meir Hirsch lebt seit über fünfzig Jahren in Jerusalem. Ein Visum hat der 54-jährige amerikanische Staatsbürger nicht. Streng genommen ist er illegal im Land, obwohl er das nicht müsste. Das israelische Rückkehrrecht garantiert allen Juden automatisch mit der Einreise die Staatsbürgerschaft. Doch der ultra-orthodoxe Rabbiner weigert sich. Er will keinen Pass von einem Staat, dessen Existenz er nicht akzeptiert.

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Der Kampf um Gottes Wille

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Ron Yosef ist der erste und bislang einzige offen schwule Rabbiner Israels. Er ringt um die Anerkennung von Homosexuellen.

Rabbi Ron Yosef kämpft für die Anerkennung Homosexueller in der jüdisch-orthodoxen Gemeinde Israels

Rabbi Ron Yosef kämpft für die Anerkennung Homosexueller in der jüdisch-orthodoxen Gemeinde Israels

Über 800.000 Israelis sahen vor knapp einem Jahr zu, als Ron Yosef den bislang wichtigsten Satz seines Lebens sagte: „Ich bin Rabbi und ich bin schwul”, bekannte er in einer renommierten israelischen Talksendung und outete sich damit als bislang erster und einziger Rabbiner Israels. Von da an war im Leben des heute 35-Jährigen nichts mehr wie zuvor.
„Die Menschen in meiner Gemeinde standen total unter Schock”, erinnert sich der schmale Mann mit dem Dreitagebart. Vor der Sendung hatten ihn die Gläubigen um Rat gebeten, er hatte für sie religiöse Zeremonien verrichtet. Plötzlich wagten viele nicht mehr ihn anzusprechen. „In der jüdisch-religiösen Welt Israels wurde das Thema Homosexualität viele Jahre verleugnet. Man tat so, als gebe es so etwas nur in den großen Städten und unter linken Juden”, erklärt er. Mit Rabbi Rons Coming-out war das Thema plötzlich nicht mehr totzuschweigen. Es waren einsame Wochen für den Rabbiner. Trotzdem, so sagt er heute, habe er den Schritt nie bereut. „Das Stigma und die Maske, die ich zu tragen hatte, waren auf einmal weg.”