Israel Meir Hirsch kämpft mit einer ultra-orthodoxen Partei gegen den Staat Israel

Klingelschild am Eingang zu Israel Meir Hirschs Wohnung in Mea Shearim
Israel Meir Hirsch lebt seit über fünfzig Jahren in Jerusalem. Ein Visum hat der 54-jährige amerikanische Staatsbürger nicht. Streng genommen ist er illegal im Land, obwohl er das nicht müsste. Das israelische Rückkehrrecht garantiert allen Juden automatisch mit der Einreise die Staatsbürgerschaft. Doch der ultra-orthodoxe Rabbiner weigert sich. Er will keinen Pass von einem Staat, dessen Existenz er nicht akzeptiert.
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Maya Wind hat den israelischen Militärdienst offiziell verweigert. Statt zwei Jahre zur Armee, ging die 20-jährige ins Gefängnis – aus Protest gegen die israelische Besatzung der Palästinensergebiete.

Militärdienstverweigererin Maya Wind mit Nasser Ghawi, einem Familienvater aus Sheikh Jarrah in Ostjerusalem
Im Sommer will Maya weg. Weg aus Israel und raus aus ihrem Leben. Denn in ihrem Heimatland ist sie für viele nur die Vaterlandsbetrügerin, das radikale Mädchen, das einen Schritt zu weit gegangen ist. Maya Wind hat den israelischen Militärdienst verweigert. Sie hat in aller Öffentlichkeit gesagt: Ich mache nicht mit. In einem Land, in dem die Verteidigung des eigenen Landes für alle jüdischen Jugendlichen obligatorisch ist und in dem der für Männer drei Jahre und für Frauen zwei Jahre dauernde Dienst an der Waffe als Eintrittskarte in die Gesellschaft gilt. In Israel, das seit mehr als sechzig Jahren in einem stetig schwelenden, bisweilen blutig aufbrechenden Kriegszustand mit den Palästinensern und seinen arabischen Nachbarn lebt. Sie hat verweigert, aus Protest gegen die israelische Besatzungspolitik.
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Araber und linke Juden demonstrieren im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah gegen die Vertreibung palästinensischer Familien aus ihren Häusern und gegen national-religiöse Siedler, die das Land für sich beanspruchen.

Maysoon Ghawi, 43, mit ihrer zweijährigen Tochter Sara im Zelt vor ihrem ehemaligen Haus
Seit einem halben Jahr hat Nasser Ghawi sein Haus nur mehr von außen gesehen. Im August des letzten Jahres, um halb fünf Uhr morgens, kam die israelische Polizei und vertrieb den 53-jährige Palästinenser mit seiner Frau und den fünf Kindern aus seinem Haus im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah. Sein Hab und Gut wurde mit einem Lastwagen abtransportiert. Seitdem sitzt die arabische Familie Tag für Tag in einem hastig aufgebauten Zelt und blickt auf die gegenüberliegende Straßenseite. In ihrem Haus wohnen jetzt national-religiöse israelische Siedler. Alle Eingänge sind versperrt. Die neuen Bewohner wollen mit niemandem sprechen, weder mit Journalisten, noch mit einem der zahlreichen Aktivisten, die sich seit der Hausräumung zur Familie Ghawi auf die Straße gesellt haben. Am Zaun und den Fenstern des Hauses flattern israelische Fähnchen im Wind.
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